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Gibt es Alternativen zum ADAC?

Sehr viele Verkehrsteilnehmer sind in einem Automobilclub eingeschrieben und können im Pannenfall auf die Leistungen dort zugreifen. Die meisten Mitglieder sind im ADAC, wobei sich einige nach dem Krisenmanagement und der Lobbyarbeit der letzten Jahre auch nach Alternativen umsehen. Wir schauen uns im Beitrag einmal an, ob es echte Alternativen gibt.

Braucht man für einen Neuwagen eine ADAC-Mitgliedschaft?

Sie haben ein neues Auto gekauft? Dann greift in den ersten Jahren hier in der Regel die Mobilitätsgarantie des Herstellers. In Ihren Vertragsunterlagen finden Sie mit Sicherheit die Telefonnummer für den Pannenfall.

Wenn eine Panne eintritt, werden Sie normalerweise zur nächsten Werkstatt abgeschleppt und erhalten einen kostenfreien Leihwagen. Sie sollten jedoch darauf achten, dass die Mobilitätsgarantie, die je nach Hersteller unterschiedlich lang ist, häufig an Bedingungen geknüpft ist. Das kann zum Beispiel die vorgeschriebene Wartung in der Vertragswerkstatt sein.

Für Sie bedeutet das, dass Sie die Mitgliedschaft im ADAC nicht benötigen, wenn Sie einen Neuwagen fahren.

Der Kfz-Schutzbrief als Alternative

© Jürgen Fälchle – Fotolia.com

Wenn Sie sich mit Ihrem Fahrzeug nicht an die vorgeschriebenen Auflagen des Herstellers halten möchten, oder die Mobilitätsgarantie abgelaufen ist, kann ein Kfz-Schutzbrief einer Kfz-Versicherung bares Geld sparen. Je nach Versicherungsgesellschaft kosten diese zum Teil nicht einmal 10 Euro im Jahr. Die teuersten Anbieter liegen bei 25 Euro im Jahr. Vergleicht man das mit dem Jahresbeitrag für den ADAC, welcher bei 49 Euro, bzw. 84 Euro für die Plusmitgliedschaft liegt, fällt einem die Kostenersparnis direkt ins Auge.

Der Schutzbrief Ihrer Versicherung bietet in der Regel auch die Pannenhilfe, das Abschleppen oder auch die Kostenübernahme für Mietwagen oder Übernachtungen. Im Normalfall gibt es bei der Kostenbeteiligung durch den Kfz-Schutzbrief jedoch eine Deckelung nach oben, so dass nur bis zu einer gewissen Grenze gezahlt wird.

Ein wichtiger Unterschied: Der Schutzbrief bezieht sich immer auf das versicherte Fahrzeug. Beim ADAC sind Sie nicht an ein bestimmtes Fahrzeug gebunden.

Andere Automobilclubs

Wenn Sie ältere Fahrzeuge fahren kann es sein, dass die Kfz-Versicherung Ihnen keinen Schutzbrief mehr anbietet. Doch bei älteren Fahrzeugen passiert gern mal etwas und Sie bleiben liegen. Da ist ein Automobilclub schon praktisch, da der Pannenfall dort abgesichert ist.

Der ADAC ist jedoch nicht allein. Es gibt weitere Automobilclubs, die vielleicht eine Alternative sein können und Kosten sparen. So kann man auch beim „Automobilclub von Deutschland“ (AvD), der „Bruderhilfe Automobil- und Verkehrssicherheitsclub“ (BAVC) oder „Mobil in Deutschland“ eintreten.

Wichtig ist jedoch, dass Sie auf das Kleingedruckte achten. Sie können zwar sehr häufig Beiträge sparen, bekommen jedoch manchmal nur einen geringen Betrag ersetzt oder es ist nur ein Fall im Jahr abgesichert. Auf den Restkosten bleiben Sie dann sitzen.

Fazit

Es kommt auf Sie und Ihr Fahrzeug an, ob sich die Mitgliedschaft im ADAC lohnt. Besitzen Sie ein altes Auto oder fahren häufig mit unterschiedlichen Fahrzeugen, macht eine Mitgliedschaft schon Sinn. Als Neuwagenbesitzer kann man sich überlegen, ob die Mobilitätsgarantie oder der Kfz-Schutzbrief reichen.